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Phoenixin

PNX – Neues Hypothalamus-Neuropeptid für Reproduktion und Kognition

Zuletzt aktualisiert:

Was ist Phoenixin?

Phoenixin (PNX) ist ein Neuropeptid, das 2013 von Bhatt DL et al.

(entgegen der Namens-Assoziation keine Herz-Kardiologie, sondern von Liu und Bhatt aus der Neuropeptid-Forschung) identifiziert wurde. PNX entsteht durch Prozessierung eines größeren Vorläuferpeptids (Smim20/LHFPL3) in PNX-14 (14 AA) und PNX-20 (20 AA). PNX bindet selektiv GPR173 (SREB3, Super Conserved Receptor Brain 3), einen orphan GPCR im Gehirn. PNX wird im Hypothalamus (ventromedialer Nucleus, VMH), im Hirnstamm, Rückenmark und Gonaden exprimiert. In präklinischen Studien: PNX stimuliert GnRH-Neuronen → LH-Sekretion, verbessert kognitive Funktion und hat anxiolytische Effekte.

Wofür wird Phoenixin erforscht?

  • Reproduktion (GnRH/LH-Regulation)
  • Kognition und Gedächtnis
  • Angst (anxiolytisch)
  • Energiehomöostase
  • Gonaden-Funktion
  • Hypophysenachse-Regulation

Wie ist der Forschungsstand?

Evidenzlevel: präklinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Wie lang ist die Halbwertszeit?

Unbekannt. Kurz erwartet.

Wie wird Phoenixin in der Forschung angewendet?

Ausschließlich Forschungsreagenz. In Tierversuchen: i.c.v. PNX-14 für Reproduktions- und Kognitionseffekte. Keine klinische Anwendung.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Phoenixin ist eines der jüngsten Neuropeptide – entdeckt erst 2013 – durch einen bioinformatischen Ansatz: Das kleine Transmembranprotein Smim20 enthielt eine verborgene Sequenz mit typischen Signalpeptid-Merkmalen und pro-Hormon-Konvertase-Schnittstellen. Computeranalysen sagten das Vorhandensein aktiver Peptide voraus – was experimentell bestätigt wurde.

Der Name "Phoenixin" (vom Phönix, dem mythischen Vogel) wurde vom Erstentdecker gewählt, weil das Peptid ein bisher "verborgenes" neues Molekül repräsentierte.

Wirkmechanismus

  • GPR173 (SREB3): Gs/Gi-gekoppelter Rezeptor → cAMP-Modulation
  • Reproduktion: GPR173 auf GnRH-Neuronen → GnRH-Puls-Stimulation → LH↑ (proreproduktiv, ähnlich Kisspeptin)
  • Hippocampus: GPR173 → MAPK/CREB-Aktivierung → synaptische Plastizität → Kognitionsverbesserung
  • Amygdala: GPR173 → angstdämpfende Effekte (anxiolytisch)

Phoenixin und GnRH: Ein neuer Reproduktions-Modulator?

Der Befund, dass PNX GnRH-Neuronen aktiviert, ist im Kontext der bekannten Reproduktions-Regulatoren (Kisspeptin, GnIH) interessant. PNX könnte ein weiterer positiver Modulator des GnRH-Pulsgenerators sein, besonders in Stress-/Energiemangel-Situationen.

Verbindung zu Stress und Metabolismus

PNX-14-Plasma-Spiegel bei PCOS-Patientinnen verändert (einige Studien erhöht, andere erniedrigt). PNX reagiert auf Stresshormone und Energiestatus. Mögliche Rolle als "Energiestatus-Sensor" für Reproduktion.

Einschränkungen

Sehr junges Forschungsfeld (seit 2013). Wenig publizierte Daten. GPR173-Signalweg unvollständig aufgeklärt. Keine klinischen Studien. Kein kommerzielles Interesse bisher. Potenzial für Reproduktions- und Kognitionsforschung, aber weit von klinischer Nutzung entfernt.

STUDIEN

Welche Studien gibt es zu Phoenixin?

WEITERE PROFILE

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