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Pramlintid

Amylin-Analogon – adjuvantes Antidiabetikum

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Was ist Pramlintid?

Pramlintid (Symlin®) ist ein synthetisches Analogon von Amylin, einem 37-Aminosäuren-Peptidhormon, das von pankreatischen β-Zellen zusammen mit Insulin sezerniert wird.

Im natürlichen humanen Amylin sind die Aminosäuren an Position 25, 28 und 29 (Asparagin, Serin, Serin) durch Prolin substituiert – dies verhindert die bei humanem Amylin typische amyloide Aggregation. Amylin ist bei Typ-1-Diabetes vollständig defizitär (β-Zellen zerstört) und bei Typ-2-Diabetes relativ defizitär. FDA-Zulassung 2005 als einziger nicht-insulinöser injizierbarer Wirkstoff für Typ-1-Diabetes.

Wofür wird Pramlintid erforscht?

  • Typ-1-Diabetes mellitus (als Insulin-Adjuvans)
  • Typ-2-Diabetes mellitus
  • Postprandiale Glukosekontrolle
  • Gewichtsreduktion bei Diabetes
  • Magenentleerungs-Regulation
  • Adipositas (experimentelle Kombination mit GLP-1)

Wie ist der Forschungsstand?

Evidenzlevel: zugelassen.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Wie lang ist die Halbwertszeit?

Ca. 48 Minuten. Subkutane Bioverfügbarkeit ca. 30–40 %.

Wie wird Pramlintid in der Forschung angewendet?

Subkutan kurz vor Mahlzeiten. Typ-1-Diabetes: Startdosis 15 µg, Steigerung auf 30–60 µg 3×/Tag. Typ-2-Diabetes: Startdosis 60 µg, Steigerung auf 120 µg 3×/Tag. Getrennte Injektionsstelle von Insulin.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Im Ausland zugelassen – in DE nicht

Diese Substanz ist in einzelnen Ländern (z. B. USA) als Arzneimittel zugelassen, in Deutschland jedoch nicht. Ein Import oder die Anwendung in Deutschland ist rechtlich problematisch. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information über den internationalen Forschungs- und Zulassungsstand.

Hintergrund

Amylin wurde 1987 als Hauptbestandteil der amyloiden Ablagerungen in Langerhans-Inseln von Typ-2-Diabetikern entdeckt – daher der ursprüngliche Name IAPP (Islet Amyloid Polypeptide). Dass es ein physiologisch relevantes Hormon ist, das von β-Zellen ko-sezerniert wird, wurde kurz darauf verstanden. Die Entdeckung, dass Typ-1-Diabetiker vollständig amylindefizitär sind, führte zur Idee einer Amylin-Ersatztherapie.

Wirkmechanismus

Pramlintid wirkt über Amylin-Rezeptoren (heterodimere Komplexe aus Calcitonin-Rezeptor + Receptor Activity-Modifying Proteins RAMP1/2/3):

  • Glucagonhemmung: Suppression der postprandialen Glucagonsekretion → weniger hepatische Glukoseproduktion
  • Magenentleerungsverzögerung: Reduziert Glukose-Einstrom nach Mahlzeiten
  • Zentraler Sättigungseffekt: Area postrema-Aktivierung → Appetitkontrolle
  • Synergismus mit Insulin: Ergänzende Mechanismen ohne Hypoglykämiepotenzierung (bei richtiger Dosierung)

Forschungsstand

In Phase-III-Studien reduzierte Pramlintid den HbA1c um 0,3–0,6 % zusätzlich zu Insulin und führte zu Gewichtsverlust von 1–2 kg – bei insulinbehandelten Patienten normalerweise gewichtsneutral oder -zunehmend. Die Hauptlimitation: erhöhtes Hypoglykämierisiko zu Beginn der Therapie bei Typ-1-Diabetes (Insulin-Dosisreduktion erforderlich).

STUDIEN

Welche Studien gibt es zu Pramlintid?

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