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Thymopentin

TP-5 – Synthetisches Thymus-Pentapeptid

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Was ist Thymopentin?

Thymopentin (TP-5) ist ein synthetisches Pentapeptid, das dem aktiven Zentrum des thymusständigen Proteins Thymopoietin II entspricht (Aminosäuren 32–36: Arg-Lys-Asp-Val-Tyr).

Es wurde von Gideon Goldstein (Ortho Pharmaceutical) in den 1970er-Jahren entwickelt. Thymopoietin II ist ein endogenes Thymusprotein, das T-Zell-Differenzierung reguliert; TP-5 ist das kürzeste Fragment mit vollständiger biologischer Aktivität. Thymopentin stimuliert die T-Lymphozyten-Reifung, erhöht die T-Helferzellen-Zahl und reguliert das T-Helfer/T-Suppressor-Verhältnis.

Wofür wird Thymopentin erforscht?

  • HIV/AIDS-Immunrekonstitution
  • Chemotherapie-induzierte Immunsuppression
  • Rheumatoide Arthritis und Autoimmunerkrankungen
  • Chronische Hepatitis B und C
  • Altersbezogene Immunseneszenz
  • Atopische Dermatitis (japanische Studien)

Wie ist der Forschungsstand?

Evidenzlevel: klinisch.

Eigenständige Verifizierung empfohlen.

Wie lang ist die Halbwertszeit?

Im Plasma sehr kurz (Minuten). Biologische Wirkung über T-Zell-Priming länger anhaltend.

Wie wird Thymopentin in der Forschung angewendet?

Subkutan oder intramuskulär: 50 mg täglich oder 3×/Woche. Kurstherapie 4–8 Wochen. In Japan (Timunox®) und China klinisch eingesetzt. In Europa/USA kein aktueller Zulassungsstatus.

Vollständiges Profil mit Studienverweisen, Halbwertszeit und Forschungsanwendung – nur für Premium-Mitglieder.

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Rechtlicher Hinweis – Research Use Only

Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Substanz ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und darf nicht zur Anwendung am Menschen eingesetzt werden. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Hintergrund

Thymopentin wurde in einer Zeit entwickelt, als die immunologische Forschung den Thymus als zentrales Immunorgan zu verstehen begann. Goldsteins Entdeckung, dass das komplette Thymopoietin II auf ein Pentapeptid mit voller biologischer Aktivität reduziert werden kann, war ein Meilenstein der Peptidchemie.

In den 1980er-Jahren wurde TP-5 intensiv als mögliche Therapie für AIDS untersucht. Obwohl keine dramatische antivirale Wirkung gezeigt wurde, belegten die Studien die immunmodulatorische Kapazität und gute Verträglichkeit. In Asien wird TP-5 bis heute klinisch eingesetzt.

Wirkmechanismus

  • T-Zell-Reifung: TP-5 bindet an Thymopoietin-Rezeptoren auf T-Vorläuferzellen im Thymus und stimuliert die Reifung naiver T-Zellen
  • TH1/TH2-Balance: Bevorzugte Förderung von TH1-Zellen (zelluläre Immunantwort)
  • T-Helferzell-Induktion: Erhöhung CD4+-Zellen in immunsupprimierten Patienten
  • Zytokininduktion: IL-2- und IFN-γ-Erhöhung in T-Lymphozyten
  • Autoimmunmodulation: Bei Autoimmunerkrankungen normalisiert TP-5 das Th/Ts-Verhältnis

Klinischer Einsatz (Japan/Asien)

Thymopentin (Timunox® in Japan) wird angewendet bei:

  • Krebspatienten während und nach Chemotherapie (Immunrekonstitution)
  • Chronischen Infektionskrankheiten (Hepatitis B/C)
  • Atopischer Dermatitis
  • Allgemeiner Immunschwäche im Alter

Einschränkungen

Die größten RCTs aus den 1980er-/1990er-Jahren zeigten keine konsistenten klinischen Endpunkte. Moderne Immuntherapien (Checkpoint-Inhibitoren, Biologika) haben TP-5 in westlichen Märkten verdrängt. Die Datenlage aus asiatischen Märkten ist schwer zu beurteilen. Für Longevity/Biohacking-Zwecke gibt es keine kontrollierten Daten.

STUDIEN

Welche Studien gibt es zu Thymopentin?

01
Klinische Studie2019

The effect of thymopentin add-on in hepatitis B e antigen positive chronic hepatitis B after virus suppression by peginterferon plus entecavir therapy

Ma Y, et al. · Cell Mol Biol (Noisy-le-grand)

Hinweis: Wir empfehlen, jede zitierte Studie eigenständig zu prüfen. Aktualität, Methodik und Übertragbarkeit auf den Menschen sollten kritisch bewertet werden.

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